Neuigkeiten aus Iher Tierarztpraxis

Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten aus unserer Praxis, nützliche, saisonale Tipps für Ihre Tiere und Empfehlungen für das Verhalten bei bestimmten Erkrankungen.

Gliedmaßenamputation bei Katzen

Ihre Katze hatte einen Autounfall, ist in eine illegal aufgestellte Falle geraten oder hatte anderweitig einen schweren Unfall, der eine Gliedmaße schwerstverletzt hat. Sie trägt Knochenbrüche oder gar zertrümmerte Knochen, dauerhafte Nervenschädigungen und/oder schwere Muskel- und Hautverletzungen davon.

Insbesondere jungen Katzen kann dies passieren, da sie noch unerfahren und neugieriger sind. Ist die Katze erst einmal schwer verletzt, tun sich viele Tierbesitzer mit dem Gedanken an eine Amputation schwer. Die Lebensqualität der Katze scheint danach durch die "Behinderung" stark eingeschränkt, das möchte man dem Tier nicht antun. Bei der Wahl zwischen der Gliedmaßenamputation und der Einschläferung wird folglich weit häufiger die Einschläferung gewählt, als es nötig wäre.

Die Realität zeigt: Katzen vergessen ihre "Behinderung" mit der Zeit und passen sich an ihre neuen Umstände an – alle übrigen Organe und Körperfunktionen sind in keinster Weise eingeschränkt. Die Lebensqualität Ihrer Katzen wird von der überwältigenden Mehrheit der Tierbesitzer als gleichbleibend hoch eingestuft. Auch würden sich die meisten Tierbesitzer wieder für die Gliedmaßenamputation entscheiden, um das Leben Ihrer Katze zu erhalten.

Drei bis sechs Tage nach der Operation können Sie Ihre Katze wieder mit zu sich in das gewohnte Umfeld nehmen. Eine Voraussetzung dafür ist, dass sie wieder laufen kann und keine Gleichgewichtsstörungen oder sonstigen Probleme zeigt. Danach muss ihr Tier nur noch zum Verbandwechsel und zur Kontrolle und dem abschließenden Fädenziehen in die Praxis. Physisch kann Ihre Katze nun wieder voll am Alltag teilnehmen.

Allerdings ist bei der Prozedur nicht nur das Tier gefragt, sondern auch der Besitzer. Gerade in den ersten Tagen und Wochen nach der Amputation tun sich die Tiere teils schwer, haben Gewohnheiten und Routinen, denen sie unter Umständen nicht mehr nachgehen können und benötigen Ihre Unterstützung. Kann Ihre Katze durch einen amputierten Hinterlauf nicht mehr ihr Lieblingsmöbel erreichen oder auf das Bett springen? Helfen Sie Ihr durch ein Umstellen der Möbel oder einen Tritthocker als Stufe. Mit der Zeit wird sich die Katze an ihre neuen Umstände gewöhnen und ihren Alltag wieder (fast) wie früher leben können.

Ebenso wichtig ist auch der emotionale Faktor: Ihre Katze hat sowohl mit der Amputation als auch mit dem ursprünglichen Grund für diese zu kämpfen. Egal ob es ein Autounfall, eine Falle oder ein anderer Unfall war – zu einem gewissen Grad ist jedes Tier erst einmal traumatisiert. Sie benötigt besonders viel Liebe, Fürsorge, Zuneigung und Verständnis.

Nach dem Umgewöhnungsprozess für Katze und Mensch steht einem langen und glücklichen Katzenleben aber nichts im Wege. Einschränkungen an Aktivität, Schmusefaktor oder Lebensqualität sind nicht zu befürchten – am Verhalten sieht man einer Katze die Amputation häufig gar nicht an.

Verwendete Quellen:


Corona Übertragung Tier

Die ganze Welt schützt sich vor Corona, trägt Masken, hält Abstand und schränkt soziale Kontakte ein. Doch was ist eigentlich mit unseren Haustieren, die wir tagtäglich um uns herum haben?

Hat sich eine Person mit SARS-CoV-2 infiziert, kann sie große Virusmengen über Nase und Mund ausscheiden, die sogenannte Tröpfcheninfektion. Im öffentlichen Raum mindert eine Mund-Nasen-Bedeckung diese ausgeschiedene Menge, im häuslichen Bereich ist aber auch unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen von einer Belastung der Umgebung auszugehen. Mitmenschen, aber auch Haustiere sind in diesem Fall einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft können sich auch diverse Haustiere, mit SARS-CoV-2 infizieren, ohne symptomatisch zu erkranken. Bei Katzen scheint dies häufiger vorzukommen als bei Hunden, beide (Haus-)Tierarten können sich aber gleichermaßen infizieren. Im Bereich der Nutztiere wurden bisher Tests mit Schweinen und Hühnern durchgeführt, diese verliefen jedoch jeweils negativ.

Auch Haustiere scheiden das Virus vermutlich über Körpersekrete als auch über Exkrete aus – eine Infektion eines Menschen über sein Haustier ist aber nicht bekannt. Allerdings können sich allem Anschein nach Haustiere untereinander infizieren, jedoch auch in diesem Fall mit asymptomatischem Krankheitsverlauf. Um bei einem Haustier eine Infektion nachzuweisen, kann man den gleichen RT-PCR-Test wie auch für Menschen nutzen, Antikörper-Tests für Menschen hingegen sind funktionslos. Allerdings geht die Wissenschaft davon aus, dass eine mögliche Infektionskette von Tier zu Tier zu Mensch und damit eine Ausbreitung der Pandemie durch Haustiere, insbesondere Katzen, eher unwahrscheinlich ist.

Um Ihr Tier zu schützen, wird geraten im Falle einer Infektion den Kontakt zum Haustier zu vermeiden. Nach Möglichkeit sollte sich im Zeitraum der häuslichen Quarantäne eine andere Person um das Tier kümmern – sollte sich das Tier bereits infiziert haben, ist eine Ansteckung des Menschen höchst unwahrscheinlich. Sollte keine andere Person zur Betreuung des Haustieres zur Verfügung stehen, sollte bei Kontakt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden – auch in der Wohnung. Ist das Haustier der erkrankten Person ein Freiläufer, kann das Tier nach Ansicht der Wissenschaft weiterhin draußen bleiben: Würde die Katze in die Wohnung geholt, hätte sie noch mehr Kontakt zur infizierten Person und wäre zusätzlichem Stress ausgesetzt.

Verwendete Quellen:

Haustiere und Hitze

Nicht nur für Sie als Mensch stellt die Hitze heißer Sommertage eine Herausforderung dar, sondern auch für Ihre Haustiere. Im Gegensatz zu uns Menschen können viele Tiere wie zum Beispiel Katzen, Hunde, Meerschweinchen und Hamster ihre Körpertemperatur nicht über Schwitzen regulieren. Um die heiße Jahreszeit dennoch unbeschadet zu überstehen, gibt es einige Tipps und Tricks.

Zunächst einmal sollte die optimale Tageszeit für Spaziergänge und Zeit im Freien genutzt werden: Die kühlen Morgenstunden sind nicht nur für Sie erquickend und lassen Sie mit Energie in den Tag starten, sondern sind auch für Ihren Vierbeiner die ideale Zeit für eine erste Runde im Freien. Abends kühlen die Temperaturen ebenfalls wieder ab und bieten Gelegenheit für einen zweiten Spaziergang. Insbesondere bei Spaziergängen auf Asphalt sollte dabei zunächst mit der Handfläche die Oberflächentemperatur geprüft werden – wenn es für Sie zu heiß ist, dann ganz sicher auch für die empfindlichen Pfoten Ihres Vierbeiners.

In der Zwischenzeit sollten Sie Ihre Tiere mit viel Wasser und einem Platz im Schatten versorgen – insbesondere gilt dies für Käfigtiere. Während sich Hund und Katze einen schattigen Platz unter einem Baum oder einer Hecke suchen können, müssen Sie bei Tieren in einem Käfig darauf achten, dass es eine Schattenecke gibt. Je nach Sonnenstand müssen Sie den Käfig über den Tag umstellen, um Ihrem Haustier genügend Schatten bieten zu können. Zudem sollte genügend kühles Trinkwasser zur Verfügung stehen und der Stand des Wassernapfes regelmäßig überprüft und gegebenenfalls aufgefüllt werden. Ein kühlender Luftzug hingegen ist kontraproduktiv und kann bei Tieren zu Erkältungen und Erkrankungen führen. Dass Sie Tiere niemals – auch nicht bei nur moderaten Außentemperaturen – im Auto zurücklassen sollten, ist selbstverständlich.

Auch ein erfrischendes Bad oder eine kurze Dusche mit dem Gartenschlauch sind eine Möglichkeit, die heißen Temperaturen für Ihre Tiere erträglich zu gestalten. Insbesondere Vögeln kann ein kleines Wasserbad aufgestellt werden, in dem sie sich in regelmäßig gewechseltem, frischem Wasser abkühlen können. Über kleine Portionen frischen Obstes nehmen sie zusätzlich Flüssigkeit und Nährstoffe zu sich.

Doch auch Fische sind nicht vor den Gefahren eines heißen Sommers geschützt: Erwärmen sich größere stehende oder gar fließende Gewässer nur langsam und bei langanhaltender Hitze und Sonneneinstrahlung, können in Aquarien oder kleine Teiche sehr schnell in Temperaturbereiche gelangen, die nicht mehr für ihre Bewohner geeignet sind. Hier helfen regelmäßig durchgeführte Messungen, gegebenenfalls kann vorsichtig kaltes Wasser nachgefüllt werden.

Wenn Sie diese Tipps beachten, überstehen nicht nur Sie, sondern auch Ihre tierischen Begleiter die heiße Jahreszeit ohne Beschwerden.

Verwendete Quellen:

Urlaub / Heimtierausweis

Ob Sie mit dem Auto, Flugzeug, der Bahn oder auf dem Seeweg verreisen: Beim Urlaub mit dem Haustier gibt es einige Dinge zu beachten. Bei Reisen innerhalb der europäischen Union benötigen Ihre Haustiere eventuell einen Heimtierausweis, diesen stellt Ihnen Ihr Tierarzt aus. Ebenfalls müssen Sie an die rechtzeitige Tollwutimpfung denken.

Seit dem Jahr 2014 müssen Sie bei Reisen innerhalb der EU für Hunde, Katzen und Frettchen einen gültigen EU-Heimtierausweis vorweisen können. Dieser dient hauptsächlich zur Überprüfung der Herkunft Ihres Haustieres und soll Schmuggel und illegalen Handel unterbinden. Nur zweitrangig  ist sein Zweck als Impfnachweis– zusätzlich zum blauen EU-Heimtierausweis gibt es also weiterhin den gelben Impfausweis. Wurde der Heimtierausweis Ihres Haustieres vor dem 29. Dezember 2014 ausgestellt, ist dieser auch weiterhin noch gültig.

Damit Ihr Haustier einen EU-Heimtierausweis bekommt, muss es mit einer Tätowierung oder einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Zudem muss bei Hunden und Katzen eine Tollwutimpfung durchgeführt werden – bei einer Erstimpfung muss das Tier mindestens 21 Tage vor Abreise gegen Tollwut geimpft werden. Handelt es sich lediglich um eine fristgerecht durchgeführte Auffrischungsimpfung, kann diese auch kürzer vor der Abreise erfolgen.

Es gibt jedoch wie immer auch Ausnahmen: Für andere Haustiere wie zum Beispiel Kaninchen oder Meerschweinchen benötigen Sie keinen EU-Heimtierausweis. In diesem Fall gelten die Bestimmungen des Reiselandes. Bei Fragen zum EU-Heimtierausweis und ob Sie diesen für Ihre Haustiere benötigen, steht Ihnen Ihr Tierarzt zur Verfügung.

Doch auch abseits des EU-Heimtierausweises sollten Sie einige Dinge beachten und sich frühzeitig über die Gesetze und Besonderheiten des Urlaubsziels informieren. Insbesondere Hundebesitzer sollten ein Auge auf Vorschriften zur Leinen- und Maulkorbpflicht, der Behandlung gegen Parasiten und eventuell gänzlich verbotene Hunderassen werfen.

Mehr erfahren unter http://www.petsontour.de/

Verwendete Quellen:

Zecken und Würmer / Behandlungsschema

Zecken vermeiden und bekämpfen

Wärmere Winter in den vergangenen Jahren und das generell wärmere Klima bieten günstige Lebensbedingungen für Zecken. Daraus resultiert eine erhöhte Gefahr für Sie und Ihre Haustiere.

Die beste Strategie gegen Zecken ist sie zu meiden. Nutzen Sie bei Spaziergängen mit Ihrem Verbeiner Wege, vermeiden Sie Exkursionen in hohe Gräser oder dichte Gebüsche. Nach dem Spaziergang oder bereits in einer Pause sollten Sie Ihren tierischen Begleiter nach Zecken absuchen und diese entfernen, noch bevor sie sich festbeißen können. Zudem gibt es diverse Sprays und Präparate, die Sie vorbeugend oder bei Zeckenbefall einsetzen können, um die Schädlinge zu vertreiben oder abzutöten. Ihr Tierarzt berät Sie gerne, welches Mittel für Ihr Tier am besten geeignet ist.

Doch nicht immer haben Sie Ihr Tier an der Leine oder im Blick und nicht immer sind Sie schnell oder gründlich genug beim Absammeln der Zecken. Hat sich eine Zecke festgebissen, muss diese möglichst schnell und sorgsam entfernt werden. Zwar ist der geringe Blutverlust durch einzelne Zecken zunächst einmal harmlos, die große Gefahr geht jedoch von Krankheiten wie Borreliose oder FSME aus, die durch die Zecken übertragen werden können.

Festgebissene Zecken sollten innerhalb der ersten 24 Stunden mit einer drehenden Bewegung entfernt werden, dabei ist besonders darauf zu achten, dass nicht nur der Körper, sondern auch der Kopf der Zecke entfernt wird.


Würmer vermeiden und bekämpfen

Würmer machen Ihrem Vierbeiner das Leben schwer, doch im Gegensatz zu Zecken können einen Befall nicht immer vermeiden. Zunächst muss zwischen Band- und Rundwürmern, auch Spulwürmer genannt, unterschieden werden.

Gegen den Befall mit Bandwürmern können Sie durch richtige Fütterung und Pflege Ihres Tieres vorbeugen. Nutzen Sie ausschließlich durchgegartes Fleisch oder Fertignahrung, da Bandwürmer hauptsächlich durch rohes Fleisch übertragen werden. Kombinieren Sie diesen Grundsatz mit einer regelmäßigen Behandlung gegen Flöhe und ein Bandwurmbefall ist so gut wie ausgeschlossen. Beachten Sie jedoch, dass Ihr Tier nicht nur von Ihnen gefüttert wird, sondern durchaus auch Beutetiere frisst und mit Ausscheidungen oder Kadavern anderer Tiere in Kontakt kommen kann.

Gegen Spul- und Hakenbandwürmer hingegen ist keine Vorsorge möglich, Ihr Haustier kann sich bereits mit der Muttermilch oder gar im Mutterleib mit diesen Würmern infizieren. Wichtig ist daher eine Entwurmung im zweiwöchigen Rhythmus bis zur zwölften Lebenswoche.  Doch auch wenn Ihr Tier zunächst entwurmt ist, können sich ausgewachsene Tiere erneut infizieren. Da sich die Wurmeier und -larven überall befinden können, können Sie einem Befall mit Spul- und Hakenbandwürmern leider nicht vorbeugen.

Gesunden und ausgewachsenen Tieren sieht man einen Wurmbefall nicht an. Einen sicheren Aufschluss bringt in diesem Fall nur eine Laboruntersuchung einer frischen Kotprobe. Werden in dieser Kotprobe Wurmeier gefunden, kann die Wurmart ermittelt und gezielt behandelt werden. Einen individuellen Plan zur Behandlung Ihres Tieres erstellt Ihnen Ihr Tierarzt.

Verwendete Quellen:

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